Pilgertour entlang des Marianne-Bruns-Wegs

Am Sonnabend, den 4. Juli 2026 haben sich 14 Leute aus Dresden und Freital mit Pilgerbegleiter Bernd entlang dem Marianne-Bruns-Weg (gekennzeichnet durch eine Haselmaus) auf Pilgertour begeben. Startpunkt war die Christuskirche in Deuben.

Pilgern soll mehr als eine Modeerscheinung sein. Es hat verschiedene Facetten. Da ist einmal die spirituelle Facette – diesmal unter dem Thema „Segen“: Andacht in der Natur, meditative Stille auf einem Streckenabschnitt mit Denkanreizen, Singen und Schlussandacht in der Lutherkirche.

Die Kultur kommt auch nicht zu kurz-schließlich war Marianne Bruns eine Schriftsteller- und Lyrikerin. Ihr Grab befindet sich auf dem Johannesfriedhof in Freital. Eine Auswahl ihrer Gedichte kann man auf dem Weg lesen. Eine der beiden für Freital geschaffenen Kunstwerke des Bildhauers Friedrich Press – das Stahlwerker-Standbild – konnten wir nebst Erläuterungen in der Raschelbergsiedlung bewundern. Am Denkmal für das Bergwerkunglück 1869 auf dem Windberg begegneten wir einem tragischen Teil der Bergbaugeschichte Freitals. Schließlich gab es in der Lutherkirche und der Denkmalhalle auch noch etliche historische Details zu hören.

Der sportliche Teil ist natürlich das Laufen an frischer Luft. Hinzu kommt das optimale Wetter – Sonnenschein und frischer Luftzug bei milden Temperaturen. 12 km könnten viel klingen, sind aber durch manche Pausen auch durch bergige Wege leicht zu schaffen.

Schließlich gibt es noch den gemeinschaftlichen Aspekt. Unterwegs hat man viel Gelegenheit zur Unterhaltung, zum Austausch und zum Kennenlernen. Es sind oft alte Bekannte aber auch neue Leute dabei. Man braucht sich also nicht zu scheuen, bei der nächsten Pilgertour dabei zu sein.

Anmeldung per E-Mail, weitere Informationen finden Sie bei unserem Pilger-Projekt.

— Pfr. i. R. Chr. Singer, August 2026